Billy Talent Plakat – eine Herbstkurzgeschichte


Jeder kennt sie – die Werbeplakate. Sie hängen überall wo es erlaubt ist und wo freier Platz ist und werben für jeden erdenklichen Mist angefangen von Produkten bis hin zu Events.

Heute war mal wieder ein toller Tag. Nachdem ich anfangs überhaupt keine Lust hatte rauszugehen bin ich dann noch mit meiner besten Freundin in die Stadt. Sie hat Kleider anprobiert für unseren baldigen Tanzabschlussabend – anyway. Gegen Abend musste sie gehen und Gentleman wie ich bin *hust*, hab ich sie natürlich ein Stück nachhause geschafft :) Ab dem Zeitpunkt, beginnt die Geschichte von Max ..

Mittwoch, der 14. Oktober, 2009 .. eine kalte Herbstnacht ..

Sie meinte das ihr das Billy Talent – Live in Concert Plakat auf der anderen Straßenseite gefiele und fragte ihn kurzerhand, ob er es ihr abreißen könne , da es ja schon etwas abgelöst ist. In seinem “Ordnung-Kontroll-Verbots”-Wahn lehnte er natürlich das reizende Angebot ab, dat Ding da abzureißen. Nachdem ihre Bahn kam und sie sich verabschiedeten ging er schnell auf die andere Straßenseite um nachzuprüfen ob das Plakat nicht doch vielleicht an irgendeiner Ecke etwas abgelöst war. Siehe da – da war doch tatsächlicher eine Ecke lose. Dann kam wie ein Blitz über ihn – ohne irgendwie im geringsten an die Konsequenzen zu denken packte er das Plakat an um es kurzerhand wie in den James Bond-Filmen wo er immer für jede Bewegung Gadgets hat mit seinen “slowmovement”-skillz abzureißen.

Er hatte sich auch noch Sorgen gemacht dass ihn jemand verpfeifen würde, aber mal ehrlich…, dachte er sich: “Wo leben wir? In Deutschland – was tun wir hier? Gepfelgt Wegschauen wie als wäre nichts passiert.”

Nach dem er es in der Hand hielte spielte auf einmal eine “Mission Impossible <Verfolgungsjagd>-Musik…” wahrscheinlich kam sie aus seinem Kopf. Jedenfalls rollte er das Plakat zusammen und machte sich schnellen Schritts auf den Weg nachhause. Er wohnte etwa 600 Meter vom “Tatort” entfernt und er ging natürlich duch die engen, dunklen, verwinkelten Gasen damit ihn auch niemand sieht. Die nächste Szene müsst ihr euch in etwas so vorstellen:

Max läuft – sein Schweiß tropft von seiner Stirn – jede Sekunde zählt – der kalte Wind bläst ihm um die Ohren und friert ihm seine Hände ein – seine Füße leisten Höchstarbeit und scheinen zu brennen – er läuft weiter – da! Ein Passant – Ausweichmannöver – nach 5 minütiger Jagd am Zielort angekommen – der prüfende Blick – keiner da …

Stolz zeigte er seiner Mutter seine Beute und sie meinte aufgrund der fehlenden oberen rechten Ecke, ob er sich nicht soeines nochmal neu kaufen könne <.< ..pfff.. Mütter!

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